Daiwa Prorex Flat Minnow

Daiwa Prorex Flat Minnow

Wertung des Autors
8.1
von 10
VN:RO [1.9.22_1171]
Wertung der Leser
0.0
von 10

Hersteller

Daiwa

Reihe

Prorex

Modelle

Flat Minnow sinking

Verfügbare Längen

5cm

Verfügbare Farben

8 (Firetiger/GoldPerch/Ayu/Setsuki Ayu/ Live Elritze/Live Perch/Live Orange Bleak/Live Brown Trout)

Sonstiges

Sinkend

Herstellerhomepage

http://www.prorex-daiwa.de/daiwa-prorex-flat-minnow-50ss-hardlure-wobbler

Lieferumfang

Wobbler mit Haken

Unverbindliche Preisempfehlung

8,95€

Alternativen

Ugly Duckling
Showcase
Erster Eindruck & Beschaffenheit des Köders

Daiwa Flat Minnow

Wow, das Dekor ist fotorealistisch bei einigen Modellen. Sieht klasse aus. Auch die Form wirkt realistisch mit den sich abhebenden Kiemendeckeln und den angedeuteten Schuppen auf der Seite. Zwar war zuerst etwas Skepsis beim Testen vorhanden da die kleinen Wobbler, die normalerweise ihren Weg in die Gerätebox bei mir finden, schwimmend sind, aber letztendlich soll man ja für Neues offen sein. Achja, gemessen an der Größe bringen die Minnows ordentlich Gewicht mit.
Verlauf des Ködertests
Der Ködertests erstreckte sich über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten und hält immer noch an. Befischt wurden kleinere wie größere Fließgewässer, ein Stausee sowie ein Voralpensee. Anfangs wurde noch mit den beiden am Köder befindlichen Drillingen gefischt. Diese wurden aber, aufgrund der vom Verein vorgeschriebenen Auflagen, entfernt und gegen einen Einzelhaken mit großem Öhr ausgetauscht.
Qualität, Verarbeitung & Güte
Die fotorealistische Aufmachung einiger Exemplare ist wirklich klasse. Besonders ansprechend ist das Fehlen von Geräuschkugeln/Rasseln im Inneren des Köders. Gerade an überfischten Gewässern kann dies das Zünglein an der Waage sein zwischen einem Schneider- und einem Fangtag. Selbst einige Fehlwürfe gegen Steinpackungen überstand der Wobbler ohne zu springen oder zu brechen. allerdings litt der Lack etwas. Die mitgelieferten Drillinge sind ausnehmend scharf und von guter Qualität. Gleiches gilt für die Sprengringe. Hier wurde hochwertiges Material verbaut. Das sollte man in dieser Preisklasse bereits erwarten dürfen.
Wurfverhalten
Astrein. Die Minnow saust wie ein Pfeil durch die Luft. Je nach Gerät sind Wurfweiten von 30m kein Problem. Auch Verhedderungen kamen nur selten vor. Nachdem die Drillinge gegen einen Einzelhaken getauscht wurden gab es überhaupt keine Verhedderungen mehr. Ein geübter Werfer kann damit einen im Tiefflug befindlichen Gänsesäger elegant aus der Hüfte werfend erlegen (kleiner Scherz, liebe Orintophilen)
Laufverhalten & Aktion
Das mit dem Laufverhalten ist immer so eine Sache. Will man eher ein aggressives Gewackel oder doch eher ein elegantes und unauffälliges Schlängeln? Die Flat Minnow ist eher etwas unauffällig was den Lauf betrifft. Will man ein aggressiveres Laufverhalten provozieren, muss man den Köder schnell führen. Bei langsamer Führung wackelt und eiert er eher unscheinbar durch das Gewässer. Dadurch ist er allerdings gerade in starker Strömung nicht so anfällig wie aggressiv laufende Modelle. Diese neigen dann zum Kippeln und Ausbrechen. Dies konnte ich bisher bei der Flat Minnow noch nicht beobachten. Als besonders empfinde ich die Sinkeigenschaften des Wobblers. Hört man mit dem Einholen auf, sinkt die Minnow mit leicht schaukelnden Bewegungen gen Grund. Dies ist vermutlich auch der Grund wieso ich die meisten Bisse während der Spin Stops erhalten habe. Diese sollten aber nicht zu lange ausfallen wenn man die Drillinge am Köder belässt. Sinkt der Köder nämlich zur Gänze auf den Boden, sammeln die Drillinge im ungünstigsten Fall Laub oder ähnlichen Unrat ein, was den weiteren Lauf ungünstig beeinflussen kann. Den Sprengring an der Frontöse habe ich nach einigen Tagen entfernt. Er ist meiner  Meinung nach nicht zwingend erforderlich. Wichtig erscheint mir jedoch noch darauf hinzuweisen, dass der Köder am besten mit kleinen Snaps oder dem Rapala Knoten befestigt werden sollte um ein optimales Performance Ergebnis zu erreichen. Kleiner Tipp: Gerade in stärkerer Strömung kann man den Wobbler vor Schwemmgutinseln ansinken und darunter treiben lassen. Dies ist zwar nicht ganz risikoarm aber man wird oftmals mit richtig guten Ausnahmefischen belohnt die man mit einem Schwimmwobbler nicht ans Band bekommen hätte. Ein entsprechendes Laufvideo vom Hersteller findet ihr hier.
Fängigkeit
Hier gibt es nichts zu meckern. Gerade an überfischten Gewässern (was auf die meisten in Deutschland befindlichen und öffentlich zugänglichen Gewässer wohl zutreffend sein dürfte...) spielt die Flat Minnow ihre Stärken aus. Je nach Gewässer und Fischbestand konnten damit mehrere Döbel der Kategorie 50+ gefangen werden. Aber auch die Salmoniden reagieren agressiv auf den kleinen Wobbler. Durch sein Sinkverhalten spricht der Köder auch Barsche an die sich in den unteren Bereichen der Gewässer aufhalten.
Zielfische
  • Forelle
  • Döbel (Aitel)
  • Barsch
  • Aland
Einsatzgebiet & Fangerfolge
                         
Pro & Kontra

Schwierig...

  Pro:
  • Unauffälliger Lauf
  • Keine unnatürliche Geräuschkulisse
  • Sinkend
  • Hochwertige Ausstattung
  • Fotorealistische Farben
Contra:
  • "nur" 8 Farben zur Auswahl
  • Sinkend (ja ich weiß, das habe ich oben bereits bei "Pro" angegeben, allerdings sind sinkende Wobbler immer noch in der Unterzahl und werden von den meisten Anglern noch nicht vollständig akzeptiert)
  • Dezenter, unauffälliger Lauf (in klaren Gewässern ist dies ein Vorteil aber in trüben Bächen oder Flüssen werden die Fische vornehmlich durch das Seitenlinienorgan angesprochen. Hier könnte der Wobbler etwas mehr Dampf haben...)
Fazit

Daiwa Flat Minnow

Ein interessanter Wobbler der gerade an Forellen- und Döbelgewässern seine Stärken ausspielt. Eher was für Spezialisten die ihren Wobbler auch mal risikobereit unter Schwemmgutinseln treiben lassen wollen etc. Verbesserungsvorschläge:
  1. Zusätzlich zu den Drillingen sollten dem Wobbler Einzelhaken beiliegen. Dies ist mittlerweile bei einigen hochwertigen Fabrikaten Standard (dann aber bitte ordentliche Einzelhaken, aktuell sind die Einzelhaken bei einigen Marken immer noch recht windig und dünndrahtig...)
  2. Größere, breitere und konkav geformte Tauchschaufel (damit würde der Wobbler eine etwas aggressivere gangart erhalten)
  3. Mehr Farbdekore z.B. Rainbow Trout (Smolt), Döbel etc.
  4. Die Augen sehen zwar ziemlich fancy aus, sind aber nicht wirklich naturgetreu. Erinnert irgendwie an eine chinesische Schleie auf XTC nach einer durchzechten Nacht in einer Naked Boilie Bar...
Bewertung des Autors
Fängigkeit
(8.0 / 10)
Laufverhalten/Aktion
(7.0 / 10)
Wurfweite/Wurfverhalten
(9.0 / 10)
Farb-Größenpalette
(6.0 / 10)
Sprengringe/Drillinge
(9.0 / 10)
Qualität/Verarbeitung/Haltbarkeit
(9.0 / 10)
Preis-Leistung
(9.0 / 10)
Endwertung
(8.1 / 10)
Durchschnittliche Bewertung von Gästen
VN:RO [1.9.22_1171]
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