Bomber – Long A

Bomber – Long A

Wertung des Autors
8.0
von 10
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Hersteller

Bomber

Reihe

Long A

Modelle

Shallow runner,deep diver

Verfügbare Längen

9 cm , 12 cm , 15 cm , 18 cm

Verfügbare Farben

etwa 30 Stück

Sonstiges

-

Herstellerhomepage

http://www.bomberlures.com/details.aspx?category=B14ABomber14A

Lieferumfang

Köder,2-3 Drillinge,3-4 Sprengringe

Unverbindliche Preisempfehlung

7,95 €

Alternativen

Illex Arnaud, Rapala Original,Bomber Suspending Pro...
Showcase
Erster Eindruck & Beschaffenheit des Köders
Auf den ersten Blick unterscheidet den Bomber Long A recht wenig von herkömmlichen “Standartwobblern”. Was möglicherweise auffallen mag, ist die bei einigen Farbmodellen durchsichtige Außenhülle. In diesem Fall ist eine farbige, oft fluoreszierende, Folie im Inneren des Wobblers für die Farbgebung zuständig. Bei den Modellen mit durchsichtiger Hülle fallen ebenfalls die sichtbaren Rasseln im Wobblerinneren auf. Ferner sticht die recht kleine Tauchschaufel ins Auge. Als ich den Wobbler das erste Mal in der Verpackung sah, wagte ich doch sehr, am Laufverhalten des Wobblers zu zweifeln. Beim ersten Test des Laufverhaltens wurde ich jedoch sofort vom Gegenteil überzeugt. Der Long A besitzt 3 Drillige, was ich für absolut übertrieben halte. Ich empfehle an dieser Stelle, den vorderen Drilling zu entfernen. Mit 2 Drillingen wird man sicherlich keinen Fisch verlieren. Wenn man jedoch mal einen Fisch zurücksetzen möchte, ist dies bei 3 Drillingen aufgrund meist schwerer Verletzungen nicht problemlos möglich. Außerdem verbessert das Entfernen eines Drillings das Laufverhalten geringfügig. Verpackt ist der Bomber in einer Plastikhülle, welche jedoch nach einmaligem Auspacken nicht wiederbenutzbar ist. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Firma Bomber sich ein neues Firmenlogo zugelegt hat. Wundern sie sich beim Kauf also nicht über möglicherweise verschiedene Bomber-Logos, da es sich hierbei nur um die alte, sowie die neue Version handelt. In Amerika ist der Bomber Long A bereits eine lebende Legende. Dort besitzt jeder Fischer diesen Wobbler, was ich gut verstehen kann. Hier in Deutschland ist der Long A noch eher ein Geheimtipp,was sich aber hoffentlich bald ändert.
Verlauf des Ködertests
Einen wirklichen Ködertest gab es bei mir nie. Ich habe den Bomber Long A inzwischen in vielen Ausführungen seit über einem Jahr und konnte mir so ein gutes Bild über diesen Köder verschaffen. Ich empfehle den Long A mit einer mittleren bis harten, langen Spinnrute zu fischen. Dadurch lässt er sich besser anhaken, sowie weiter werfen. Um zusätzliche Wurfweite erzielen zu können, empfehle ich den Gebrauch einer geflochtenen Schnur. Ferner sollte unbedingt ein Stahlvorfach verwendet werden,da immer mit Hechten zu rechnen sein wird. Ich fischte den Long A in meinem Hausgewässer, dem Ammersee, Gewässern eines Angelvereins, an einem Schweizer Bergsee, sowie am Lech. Auf diese Weise konnte ich mir ein genaues Bild über die Eigenschaften dieses Kunstköders verschaffen. Wenn ich mit diesem Wobbler ans Gewässer gehe, kann ich mir beinahe immer sicher sein, irgendeinen Räuber auf die Schuppen zu legen. Ich fischte sowohl von Land aus,als auch vom Boot aus. Ich testete ihn beim Schleppen, sowie beim Spinnfischen. Am besten Sie testen Ihren Wobbler während einem Angelurlaub in einem Ferienhaus direkt am Wasser.
Qualität, Verarbeitung & Güte
Die Qualität lässt bei diesem Kunstköder keineswegs zu wünschen übrig. Der Bomber Long A ist aus einem festen Kunststoffkörper hergestellt, der kaum zu zerstören ist. Zähne eines großen Hechtes hinterlassen meist nur kleine Krazer. In seltenen Fällen, nach gewaltigem Strapazieren, können an manchen Stellen Lackflächen absplittern, was jedoch wirklich nur nach Fangen mehrerer Meterhechte passieren kann. Da der Bomber aus 2 Kunststoffhälften hergestellt ist, kann unter extremen Bedingungen Wasser eindringen. So ist es beispielsweise bei einem Modell passiert,dass ich immer und immer wieder, um das Kraut vom Haken abzuschlagen, auf das Wasser geklatscht habe. Jedoch kann man das dem Wobbler kaum verübeln, da dasselbe bei fast jedem anderen Kunstköder auch passiert wäre, zumal da der Wobbler sogar vollgelaufen noch ordnungsgemäß wobbelt. Das sind aber auch schon die einzigen winzigen Mängel in der Qualität. Die Qualität der Sprengringe, sowie der Haken ist sehr gut. Bisher konnte ich keinen einzigen Mangel in diesem Bereich feststellen. Die Haken sind scharf, dünn und trotzdem stabil. Die Sprengringe sind sehr stabil. Die Farbpalette ist gigantisch. Es gibt beinahe jede vorstellbare Farbkombination. Bei beinahe jedem Händler stößt man auf neue, einem noch unbekannte Farbkombinationen, weshalb es mir nicht möglich ist, eine genaue Farbanzahl zu bestimmen, ich schätze jedoch, dass es um die 30 bis 35 sein müssen. Die Farbgebung ist detailreich und exakt. Die Färbung der Wobbler ist rundum gelungen. Die Längenpalette ist ebenfalls zufriedenstellend.
Wurfverhalten
Leider ist der Bomber Long A recht leicht, weshalb keine maximalen Wurfweiten erzielt werden können. Natürlich ist das bei manchen Angelmethoden, wie beispielsweise dem Schleppfischen, nicht von Relevanz. Die größeren Modelle lassen sich jedoch recht gut auf Weite bringen. Nur die kleineren bereiten Probleme. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Nachteil, da natürlich der besonders Große Fisch immer ganz draußen steht. Das kennen wir ja alle. Das Wurfverhalten ist jedoch excellent. Bei 100 Würfen hängt sich allerhöchstens ein einziges Mal einer der Drillige in die Schnur. Der Wobbler hat eine ruhige Fluglage mit dem Schwanz voran und eignet sich aufgrund seiner windschnittigen Form auch zum Spinnfischen bei leichtem Wind. Die windschnittige Form, sowie die ruhige Fluglage ermöglichen auch auf maximale Wurfweite präzise Würfe.
Laufverhalten & Aktion
Das Laufverhalten ist bei diesem Wobbler einfach super. Er unterscheidet sich im Lauf von anderen Wobblern eindeutig, da die meisten anderen Wobbler nur mit dem Hinterteil ausschlagen, der Drehpunkt also ganz vorne an der Einhängeöse liegt. Beim Bomber Long A hingegen liegt der Drehpunkt etwa auf Höhe des ersten Drillings. Dies bedeutet, dass das vordere Drittel des Wobblers zur einen Seite ausschlägt, während die hinteren 2 Drittel zur gleichen Zeit zur anderen Seite ausschlagen. Er wobbelt also mit dem Kopf und dem Schwanz auf einmal. Dieses Laufverhalten ist mir nur von dem Bomber Long A sowie dem Bomber Suspending Pro bekannt, weshalb diese Bomber Serien meiner Meinung nach auch so fängig sind. Das genannte Bewegungsschema kommt einem verletzten Beutefisch täuschend nah. Schon bei leichtem Zug fängt der Wobbler an, sich korrekt zu bewegen. Ich empfehle, den ersten Drilling zu Verbesserung des Laufverhaltens zu entfernen. Wie bereits genannt ist der vorderste Drilling sowieso überflüssig. Was noch zu nennen ist, ist, dass der Long A Rasseln zur Geräuschsverstärkung besitzt.
Fängigkeit
Die Fängigkeit zeichnet den Long A aus. Wenn ich mit dem Long A ans Wasser gehe, beißt eigentlich immer etwas. Die Fische scheinen das Laufverhalten zu lieben, was für den Fangerfolg verantwortlich scheint. Langsames Einkurbeln ist die beste Art, den Köder zu führen, da dies einem verletzten Fisch sehr nahe kommt. Meist beißt der Raubfisch bereits, nachdem man den Köder ein einziges Mal an ihm vorbeigezogen hat. Nur Hechte überlegen teilweise etwas länger, schwimmen also ohne zu beißen hinterher, und müssen mehrere Male angeworfen werden, bis ein Biss erfolgt. Am fängigsten ist dieser Wobbler in Gewässern mit hohem fischereilichen Druck, da er eben ein sehr seltenes, den Fischen unbekanntes, Laufverhalten aufweist. Besonders fängig sind die Modelle mit durchsichtigem Plastikkörper. Meist “inhalieren” Hechte, Döbel und Rapfen den Köder richtig, wohingegen Zander meist nur ganz vorsichtig den letzten Drilling “anknabbern”.
Zielfische
Was am Bomber Long A einfach perfekt ist, ist die Masse an Zielfischen. Irgendetwas beißt immer. Ob Rapfen, Döbel, Hecht oder Zander, der Bomber Long A verführt sie alle. Der Bomber Long A ist meiner Meinung nach der beste Allroundwobbler auf dem Markt. Theoretisch reicht der Long A für jede Fischart in jeder Situation, um erfolgreich fischen zu können. Fischarten
  • Hecht (am besten 15 ,18cm,empfehle Schockfarben)
  • Zander (am besten 9, 12cm, blau prisma ist der Hammer auf Zander!!)
  • Rapfen (am besten 9,12cm Farbe meist egal)
  • Döbel (am besten 9cm,empfehle Naturfarben)
Einsatzgebiet & Fangerfolge
Der Long A ist zum Spinnfischen,wie zum Schleppfischen gleichermaßen geeignet.Ob Stillwasser oder Fließgewässer,der Long A wird fangen.Er eignet sich aufgrund seiner recht geringen Lauftiefe von etwa 2 Metern gut um Uferbereiche wie beispielsweise Seerosenfelder oder versunkene Bäume abzufischen.Ich fische mit ihm auch gerne auf Sicht. Ein Sachverhalt überzeugte mich schließlich vollkommen von der Güte dieses Köders.Für mich war es bisher immer recht schwer an meinem See Zander am Kunstköder zu fangen.Als ich jedoch das erste Mal mit dem Long A an mein Gewässer kam, änderte sich dieser Sachverhalt prompt und inzwischen fange ich regelmäßig meine Zander am Long A.
Pro & Kontra
Positiv
  • Große Menge an Zielfischen
  • Einmaliger Lauf
  • Super Wurfverhalten
  • Tolle Fängigkeit
  • Zufriedenstellende Qualität
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Gewaltige Farbenvielfalt erhältlich
Negativ
  • Geringe Wurfweite
Fazit
Wie bereits erwähnt ist für mich der Bomber Long A einer der vielfältigsten und fängigsten Wobblern der Mittelklasse. Der Long A gehört zur Grundausstattung eines jeden Spinnfischers. Super Allroundwobbler!
Bewertung des Autors
Fängigkeit
(9.0 / 10)
Laufverhalten/Aktion
(8.0 / 10)
Wurfweite/Wurfverhalten
(6.0 / 10)
Farb-Größenpalette
(9.0 / 10)
Sprengringe/Drillinge
(8.0 / 10)
Qualität/Verarbeitung/Haltbarkeit
(8.0 / 10)
Preis-Leistung
(8.0 / 10)
Endwertung
(8.0 / 10)
Durchschnittliche Bewertung von Gästen
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